Essays, welche auf elleXX publiziert wurden:

Daniela Hediger
Erschienen 24.5.2023
DIEU LE VEUT, 2022, Boden-Installation, 6 Schürzen
Patricia Jacomella Bonola
Daniela Hediger
Erschienen 15.3.2023

SERIE LONDON CITYLIFE #07, Photographie
Ursina Gabriela Roesch
Daniela Hediger
Erschienen 1.2.2023
CODEMACHINE01Y, 2022, Elektroschrott, Kabelbinder, Modeschmuck etc.
Yvonne Lustrati


Daniela Hediger
Erschienen 8.11.2022
THE FAMILY SOURCE No2, 2019
Tusche auf Papier, 48 x 36 cm
Hanna Nitsch
Daniela Hediger
Erschienen 31.8.2022

THE GATE, 2020
ZEICHNUNG 30 x 40, ALINA DÖRING
Daniela Hediger
Erschienen 19.7.2022

ICH WÜNSCHT ICH KÖNNT IHN LIEBEN, 2010
BILD 60 x 50, LORENA VALENTINI/ LOVA
Weitere Essays von
Daniela Hediger:
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Wert is must!
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1. März 2019
Eine neue Bewegung?
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Wertismus steht für einen Wertewandel im 21. Jahrhundert.
Er inkludiert ALLE Menschen. Unabhängig des Geschlechts, Herkunft, der Konfession oder der sexuellen Orientierung.
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Im Sinne des Wertismus ist jedes Individuum wertvoll. Jedes Individuum ist als Teil der Gesellschaft anerkannt, wird geschätzt und fühlt sich auch dementsprechend mitverantwortlich für das Wohlergehen der Gesellschaft und seiner Mitwelt.
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Wertismus steht für eine Gesellschaft, in der jede und jeder Akzeptanz und Toleranz erfährt und in der der Pluralismus die Norm bestimmt.
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Jedes Individuum hat das Recht über seinen Körper selbst zu bestimmen.
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Wertismus steht für gleiche Rechte und Pflichten für alle Individuen.
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Wertismus steht für die Werte:
Anerkennung/Wertschätzung
Vertrauen/Ehrlichkeit
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Wertismus steht für eine Gesellschaft, welche soziale, werterhaltende Arbeit ebenso hoch bewertet und wertschätzt wie finanziellen Mehrwert generierende Arbeit.
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Gegründet in Zürich, 12.2.2019
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Überarbeitete Version vom 27.9.2020
Danie H. für WOM!
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Wieso braucht es WERTISMUS?
Um eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern scheint es unverzichtbar, einen neuen Terminus nebst dem Feminismus zu etablieren. Die meisten Anliegen für die der heutige Feminismus steht, sind keine Forderungen mehr, welche nur Frauen hegen sondern ebenfalls Männer und das ist gut so.
Denn die meisten Themen sind keine Frauenthemen mehr sondern gesamtgesellschaftliche Themen, für welche es von allen Seiten und losgelöst von Geschlecht, Herkunft oder sexueller Ausrichtung einzustehen gilt.
Meines Erachtens geht es im Kern des Feminismus sowie in all den Debatten der Minoritäten um eine Wertedebatte.
Jeder Mensch ist gleich viel Wert und dies nicht nur in Bezug auf das Geschlecht sondern auch der Herkunft oder der sexuellen Identität.
Jedes Menschen Arbeit ist gleich viel Wert und sie/er verdient Anerkennung und gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
Es geht um das sichtbar machen sowie anders bewerten und verteilen der wert-erhaltenden Arbeit, wie Kinder-, Kranken- und Altenbetreuung, soziale Projekte sowie Kultur, welche das gemeinschaftliche Zusammenleben pflegen und erhalten. Und die, mitunter die Basis und das Fundament bilden für eine prosperierende Wirtschaft.
Es gibt bereits sehr viele Männer, welche sich ebenfalls für all diese Anliegen aussprechen und einsetzen, sich aber mit dem Terminus Feminismus nicht identifizieren können, da dieser schlicht mit Weiblichkeit konnotiert ist. Mit dem Wertismus entlassen wir all diese Anliegen aus der Geschlechterfrage und laden ALLE ein, sich dafür einzusetzen und sich in einer Bewegung wiederzufinden. Dies hat ebenfalls mit Inklusion zu tun.
Solange all die oben erwähnten Themen, in der Frauen-Ecke isoliert bleiben und als Frauen- oder Minoritäten-Anliegen gelten, werden sie nach wie vor als solche wahrgenommen.
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Deshalb Wertismus, weil sich darin ALLE Individuen wiederfinden, welche sich für grundlegende Werte in unserer Gesellschaft einsetzen und alle Individuen gleichstellen und uns alle vereint.
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Das Kapital - Der Mensch
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25. Juni 2020
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Was war zuerst - der Mensch oder das finanzielle Kapital?
Gerade in diesen speziellen Zeiten können und konnten wir dies sehen...das Wichtigste und wirkliche Kapital ist der Mensch selbst und seine Gesundheit, denn dies ist die HAUPTsache und dann kommt das was wir heute unter 'Kapital' verstehen...Kapital kommt ursprünglich aus dem lateinischen und 'capitalis' steht für 'den Kopf (das Haupt) betreffend' - also die Hauptsache. Das Kapital, für was es heute steht, existierte nicht ohne den Menschen, d.h. die Menschen SIND das Kapital. Und zu diesem Kapital heisst es Sorge zu tragen - individuell wie auch gesellschaftlich.
Aktuell hat auch unsere Gesellschaft erkannt, welche Berufe 'systemrelevant' sind: nicht die, in welchem das finanzielle Kapital im Vordergrund steht, sondern da wo die Gesundheit, Bildung und die Versorgung der Menschen im Zentrum steht.
DAS KAPITAL : DER MENSCH
Placenta der KARLA MARX - Werk by Danie H.

Kinder – unsere Trainer für Empathie
5. März 2020
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Jacinda Ardern – Prime Minister von New Zealand macht’s vor. Sie plädiert für eine völlig neue Art der Führung in der Politik mit Empathie und ‘Kindness’ – und trotzdem auch Stärke. Eine völlig neue Art der Stärke, welche nicht nur in der Politik ein Thema ist, sondern auch bezüglich Leadership in der Wirtschaft.
Aber was ist Empathie überhaupt?
Gemäss Lawrence Shaw, Elizabeth Segal sowie Tharrenos Braitsis und Co-Autoren werden drei Formen von Empathie unterschieden:
Einerseits die Emotionale Empathie, die Fähigkeit, das Gleiche zu empfinden wie andere Menschen (Mitgefühl); man nennt sie auch emotionale Sensitivität.
Dann gibt es die kognitive Empathie, die Fähigkeit, nicht nur Gefühle, sondern auch Gedanken und Absichten anderer Menschen zu verstehen und daraus korrekte Schlussfolgerungen zu ihrem Verhalten abzuleiten (vergleichbar mit der Theory of Mind).
Und zu guter Letzt gibt es noch die soziale Empathie, die Fähigkeit, komplexe soziale Situationen (Systeme) mit Menschen unterschiedlicher Kulturen, Charaktereigenschaften und Werthaltungen zu verstehen, um mit ihnen konstruktiv kommunizieren zu können.
Nun werden in Zeiten, wo die rationale Fähigkeit zu denken und handeln von der Künstlichen Intelligenz mehr und mehr abgedeckt wird, eben jene Fähigkeiten wertvoller, welche mit Emotionen, Gefühlen und Beziehungsfähigkeit zu tun haben. Wie zum Beispiel Empathie.
Doch wo lernt man Empathie?
Wie Jacinda Ardern in einem Interview erläuterte: Wir lehren unsere Kinder Empathie, Freundlichkeit und Mitgefühl, doch wenn es zu Leadership in Politik kommt, wollen wir komplette Abwesenheit dieser Fähigkeiten...
Lehren Eltern die Kinder oder umgekehrt?
Diese Aussage hat durchaus ihre Berechtigung. Aber ich würde sogar einen Schritt weitergehen und behaupten dass nicht nur wir Erwachsene unsere Kinder sondern vielleicht noch viel mehr unsere Kinder uns in der Empathie-Fähigkeit lehren und trainieren. Und wenn man niemanden hat, um den man sich kümmern muss, ist es möglich, dass diese Fähigkeit verkümmert. Ist man emotional verantwortlich z.B. für seine eigenen Kinder, hat man die Möglichkeit, diese Fähigkeit wieder zu trainieren. Denn das eigene Kind sieht man nicht gerne leiden. Und in angespannten Situationen möchte man gerne verstehen, wieso sein Kind gerade so heftig reagiert, um dem entgegenwirken zu können. So gibt es viele Situationen in denen man demzufolge versucht sein Kind möglichst zu verstehen – sich in das Kind hineinzuversetzen und mitzufühlen. So trainiert man seine Empathie-Fähigkeit.
Wäre es da nicht ein enormer Zugewinn, wenn möglichst viele Menschen die Möglichkeit erhalten, sich um jemanden z.B. sich um ihr eigenes Kind zu kümmern und ihre Empathie-Fähigkeit zu trainieren? Gerade auch Männer, von welchen man in unseren Breitengraden immer noch verbreitet erwartet, als richtiger Mann tough zu sein, gerade dann wenn es darum geht karrieretechnisch etwas zu erreichen. Erreicht man aber nicht häufig mehr, wenn man sich öffnet und versucht auch die andere Seite zu verstehen? Manchmal ist ein Konsens erfolgreicher und für beide Seiten gewinnbringender und nachhaltiger als ein ‘Sieg’ auf Kosten der Gegenseite.
Katalysator für weniger Gewalt und Krieg
Empathie ist sicherlich ein Wort, welchem in unserer Zeit eine vermehrte Aufmerksamkeit gebührt und vielleicht ist dies weiter gedacht sogar ein Katalysator für mehr Frieden und weniger Gewalt auf der Welt.
Deshalb let’s go for more empathy und ermöglichen wir in unserem politischen wie wirtschaftlichen System, dass gerade auch Männer die Möglichkeiten dieses Trainings mit ihren Kindern wahrnehmen können!

Gedankenspiel
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12. Dezember 2018
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Kann eine Familie erfolgreich sein?
Was ist mit ‘erfolgreiche Familie’ gemeint?
Was heisst Erfolg?
Der Begriff ist gemäss Wikipedia so definiert: Erfolg bezeichnet das Erreichen gesetzter Ziele.
Hast Du Ziele im Beruf?
Hast Du auch Ziele in der Familie?
Mit Deinen Kindern, Deinen Eltern?
Eine Vision, wie DU Dir die Familie vorstellst?
Oder braucht es diese da nicht?
Oder erst wenn etwas aus dem Ruder läuft?
Würdest Du Dich als erfolgreiche/n Familien:UnternehmerIn bezeichnen?
Gibt es den erfolgreichen Vater?
Die erfolgreiche Mutter?
Was zeugt von Erfolg in der Familie?
Um Erfolg zu haben muss man etwas investieren.
Kannst Du genügend Zeit in Deine Familie investieren?
Wie ist der Return on Investment gefühlsmässig?
Gut, genügend oder eher dürftig?
Bräuchte es allenfalls mehr Investment und mehr Manpower um diesen zu steigern?
Risk Management
Hast Du auch die Risiken bedacht, welche auftauchen könnten bei einer einseitigen Aufgabenverteilung in Deiner Familien:Unternehmung?
Gibt es eine/n StellvertreterIn für alle wesentlichen Aufgaben?
Vielen Dank für Dein Investment in dieses Gedankenspiel.

Are you a pioneer?
22. November 2018
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In der Gleichstellungsdebatte sowie bei den Tools welche diesbezüglich innerhalb der Firmen angewendet werden, geht es hauptsächlich um Frauenförderung. Dabei wäre es höchste Zeit für Männerförderung!
Im Zuge einer Gleichstellung bedingt es jeweils zwei oder sogar mehrere Seiten auf eine Ebene zu bringen und es ist gut möglich, dass keine der Seiten von Anbeginn im optimalen Zustand ist. Auf die Geschlechterfrage bezogen heisst dies, dass nun der Fokus ausgeweitet und die Seite des Mannes ebenfalls auf dessen Zustand beleuchtet wird. Die Wahrnehmung ist bereits in einigen, aber leider immer noch in zu wenigen Firmen angekommen, dass es auch für Männer immer wichtiger wird, Beruf und Privatleben optimal vereinbaren zu können. Auch Männer möchten die Möglichkeit haben flexibel oder in reduziertem Arbeitspensum zu arbeiten, um z.B. ihrer Rolle in der Familie gerecht werden zu können oder weil sie nebst dem Beruf noch etwas anderem mehr Zeit einräumen möchten. Die Männer sind in der Arbeitswelt ebenfalls benachteiligt – einfach auf eine andere Art wie die Frauen.
Wenn man in vielen Firmen immer noch Pionier sein und als Mann darum kämpfen muss, um reduziert oder flexibel arbeiten zu können, dann ist dieser Zustand überholungsbedürftig und nicht mehr zeitgemäss. Und dieser Status Quo wird auch anderen Aspekten nicht mehr ewig standhalten können. Man denke da an die Generation Y oder an die Digitalisierung.
Darüber hinaus ist die Entwicklung des Rollenmodells Mann hin zu einem neuen Männerbild, sehr begrüssenswert. Es sollte nach allen Möglichkeiten auch von den Arbeitgebenden unterstützt werden. Dies ist das beste Frauen- und Fachkräfteförderungs-Tool überhaupt. Wenn der Mann zu Hause eine aktivere Rolle wahrnehmen kann, generiert dies auf Seiten der Frau meist erst die nötigen Ressourcen, um sich eine Herausforderung auf höherer Stufe zu zumuten. Ausserdem identifiziert sich der Mitarbeitende mehr mit seinem Arbeitgebenden, da er sich ganzheitlich als Mensch wahrgenommen fühlt welcher sein Privatleben mit dem Berufsleben vereinbaren möchte.
Deshalb: erweitern wir den Fokus auf alle Geschlechter in Sachen Gleichstellung, damit unsere Gesellschaft absolute Gleich-stellung erreicht und zwar für alle Beteiligten.
